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6. Die islamischen Städte Nach dem Niedergang des Römischen Reiches wurde die Einheit des Mittelmeerraums durch das Vordringen der islamischen Kultur weitgehend zerstört. Die Araber landeten etwa ab der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts an den Küsten der Mittelmeer- länder. Sie eroberten zunächst die stark urbanisierten Gebiete im hellenistischen Orient und besetzten die bereits existierenden Städte Alexandria, Antiochia, Damaskus und Jerusalem und veränderten sie entsprechend ihren Vorstellungen und Ansprüchen: Damaskus wurde von den Kalifen der Omaijaden (600 bis 750 nach Chr.) zur Hauptstadt ihres Reiches gemacht und im Heiligen Bereich der Stadt wurden die ersten Moscheen errichtet (Abb. 469-471). Später zogen es die Araber vor, in den im Osten und Westen eroberten Gebieten
Städte neu zu gründen. Auf diese Weise entstanden Kairuan in Tunesien
im Jahre 670, Shiraz in Persien 674, Bagdad, die neue Hauptstadt der Kalifen
der Abbasiden, in Mesopotamien 762, Fez in Marokko 808, Kairo in Ägypten
969. Nachdem sie im Jahre 711 in Spanien eingedrungen waren und 827 in Sizilien,
erklärten sie Cordoba in Spanien und Palermo in Sizilien – bis dahin
zweitrangige Städte – zu Haupt- städten und machten sie zu großen
Metropolen mit jeweils mehreren hunderttausend Einwohnern. |
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